Das Oratorium San Juan Bosco

2 Sep

In der letzten Woche waren wir sechs VolontärInnen im „Don Bosco“. Am Vormittag war jeder von uns in einer Klasse des colegios (also der dortigen Schule). Ich war in der ersten Klasse und hab der Maestra geholfen. Die Kinder dort lernen gerade schreiben und rechnen. Außerdem wird sehr viel gebastelt.

In den Pausen wird immer futbéis gespielt. Das ist eine Mischung aus Fußball und American Football. Am Nachmittag haben wir wieder gemeinsam mit allen Kindern gespielt, geputzt, gesportelt usw.

Seit Montag weiß ich, dass ich ab sofort als Volontärin im Don Bosco bei P. Raúl arbeiten werde. Die Aufgaben, die ich dort habe, kennt ihr ja bereits schon. Zusätzlich bin ich jetzt jeden Vormittag gemeinsam mit Prof. Irma für die sechste Klasse (also die 11-12 Jährigen) zuständig. Ich habe vor, Computer- und Englischklassen zu geben.

Ansonsten muss ich noch die Supplierstunden machen. Heute hatte ich meine erste und noch dazu eine ziemlich chaotische. Ich wusste nämlich nicht, dass ich die Aushilfslehrerin bin. Es war nämlich so: ich wurde darum gebeten, die Kinder der zweiten Stufe in ihre Klasse zu begleiten. Als wir dort waren, fragten mich die Kinder: „Profe, que hacemos?“ („Profe, was machen wir jetzt?“). Tja….gute Frage!

Ich habe dann Additionen auf die Tafel geschrieben und sie gebeten, diese auszurechnen. Das Blöde war nur, dass nicht alle diese Art von Rechnungen schon gelernt haben (von Subtraktionen brauchen wir gar nicht erst reden). Es war dann eigentlich zwei Stunden lang ein ziemliches Chaos. Ständig ist wer durch die Klasse gelaufen, hat mit Papierkugeln geschossen und von allen Seiten wurde auf mich eingeredet.

Das war auch ziemlich interessant, denn man hört ja so schon nichts, wenn 10 Kinder gleichzeitig reden. Aber wenn es dann noch in einer fremden Sprache ist, kann das schon ganz schön kompliziert sein.

Kurz vor Ende des Unterrichts fand ich dann aber eine Lösung: Singen. Das lieben die Kinder. Und das Lied „Don Bosco amigo“ (keine Ahnung, ob das wirklich so heißt, aber es ist der Refrain J) wurde zu meiner Rettung.

Was lerne ich daraus? Nie wieder unvorbereitet in die Klasse gehen. Und auch wenn ich nicht weiß, dass ich „unterrichten“ soll: trotzdem vorbereiten!

 

Wegen der Fotos: Also ich habe versucht, welche raufzuladen, aber es dauert viel zu lange. Wenn (!!!) ich Zeit habe, werde ich das auf jeden Fall nachholen. In der Zwischenzeit werde ich sie auf Facebook stellen – also bitte dort nachschauen.

Liebe Grüße und bis bald, Miriam

 

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